Der Bahnhof Finnentrop

Bahnhistorie

Luftbild von Finnentrop und seinen Bahnanlagen etwa 1960.
Luftbild von Finnentrop und seinen Bahnanlagen etwa 1960. - © Foto: Sammlung Klaus Meschede
Bf Finnentrop 1917
© Foto: Sammlung Herbert Stracke

Beim Bau der Ruhr-Sieg-Strecke wurde 1861 auf freier Strecke zwischen den damaligen Orten Habbecke und Neubrücke ein Haltepunkt errichtet. Den Namen erhielt er nach den Unterkunftsbaracken der Bauarbeiter für diesen Abschnitt der Ruhr-Sieg-Strecke, die bei „Finnentrop“, heute „Altfinnentrop“, jenseits von Lenne und damaliger Kreisgrenze aufgestellt waren.

 

 

 

 

Tunnel Finnentrop

Der Bau der Abzweig-Strecken ins Biggetal ab 1872 und durchs Frettertal 1911 erforderte die großzügige Erweiterung von Bahnhof und Bahnanlagen. Für die hier stationierten Lokomotiven kamen ein Lokschuppen und alle zugehörigen Anlagen und Werkstätten zu deren Wartung hinzu. Auch für ihr Personal brauchte die Bahn Wohnraum und errichtete mehrere große Wohnhäuser. Da sich hier zudem Gasthäuser und weiteres Gewerbe ansiedelten, entstand eine zusammenhängende Ortschaft.

 

 

Schaltwerk Finnentrop
© Foto: Klaus Meschede

Bis zur offiziellen Umbenennung 1908 blieben dafür nebeneinander die drei Ortsnamen Habbecke, Neubrücke und Bahnhof Finnentrop im Gebrauch. Elektrifizierung der Bahnstrecke und Bedeutungsverlust der Bahn machten große Teile der Anlagen überflüssig. Ab 2014 werden diese zu einer verbesserten Verkehrsanbindung ins Biggetal und zur Anlage des „Lenneparks“ genutzt.