Der Bahnhof Fleckenberg

Bahnhistorie

Fleckenberg mit seiner Bahnanlage im Vordergrund um 1964
Fleckenberg mit seiner Bahnanlage im Vordergrund um 1964 - © Foto: Sammlung Klaus Meschede
Der Bahnhof von Fleckenberg bei der Eröffnung
© Foto: Dorfchronik Fleckenberg

Am 1. Mai 1887 wurde der Personenverkehr auf der Bahnstrecke von Altenhundem nach Schmallenberg eröffnet. Auch Fleckenberg erhielt einen Bahnhof, der im Dorfteil Niederfleckenberg in der Nähe der heutigen Hauptstraße errichtet wurde. Die Strecke wurde am 15. November 1889 bis Fredeburg und am 1. Oktober 1911 bis Wenholthausen verlängert. An der Ausfahrt des Bahnhofes in Richtung Schmallenberg befand sich bis 1963 die längste Bahnschranke der Deutschen Bundesbahn. Neben dem Personenverkehr diente der Bahnhof beim Güterverkehr hauptsächlich dem Versand von landwirtschaftlichen Produkten und der Holzabfuhr aus dem weiten Umland.

 

 

Bf. Fleckberg Warten auf den Zug
© Foto: Dorfchronik Fleckenberg

Die ungünstige Trassierung zwischen Altenhundem und Fleckenberg in Seitenlage der Straße, welche die Erbauer aus Kostengründen gewählt hatten, wurde nun zum Bumerang. Die Fahrplanperiode Sommer 1953 wies zum letzten Mal Personenzüge an Sonntagen aus. Anschließend wurde der Betrieb auf drei Zugpaare pro Werktag reduziert. Eine Rationalisierung mittels Schienenbussen, wie auf vielen anderen Eisenbahnstrecken in Deutschland praktiziert, unterblieb leider. Der restliche Verkehr wurde mit Autobussen abgewickelt.

 

 

 

Bf.  Fleckenberg abbauschrankennov.1_001
© Foto: Dorfchronik Fleckenberg

Ab dem Sommerfahrplan 1960 wurde das Personenzugangebot auf ein Zugpaar pro Tag reduziert, morgens in Richtung Altenhundem und nachmittags nach Wenholthausen. Nachdem der Personenverkehr bereits am 30. Mai 1964 eingestellt wurde, endete der Güterverkehr ein Jahr später am 29. Mai 1965. Der letzte Güterzug nach Altenhundem hatte übrigens am Bahnübergang in Fleckenberg noch einen Zusammenstoß mit einem PKW. In Richtung Schmallenberg befindet sich heute ein Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse. Westlich dagegen wurde nach Abbau der Gleise eine Straßenverbreiterung realisiert.