Der Bahnhof Langenei

Bahnhistorie

Langenei mit seinen Bahnanlagen auf einem Luftbild der 1950-er Jahre. Rechts die Hüttenwerke Siegerland/Karlshütte
Langenei mit seinen Bahnanlagen auf einem Luftbild der 1950-er Jahre. Rechts die Hüttenwerke Siegerland/Karlshütte - © (Foto: Sammlung Klaus Meschede)
Feuerwehrübung am Bahnhof Langenei
© Foto: Sammlung Klaus Meschede

Das untere Lennetal wurde bereits 1859 bis 1861 an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Die Orte im oberen Lennetal östlich von Altenhundem mussten darauf noch warten, denn erst am 01.05.1887 fuhr der erste Personenzug von Altenhundem nach Schmallenberg. Der Güterverkehr war bereits ein Jahr früher abschnittsweise aufgenommen worden, so in Langenei am 03.05.1886. Grund für die vorzeitige Inbetriebnahme bis Langenei war sicherlich die dortige Karlshütte. Gegründet in 1727 betrieb sie dort ab 1860 ein Walzwerk. Diese Fabrik sorgte auch in den Folgejahren für ein gutes Gütergeschäft.

 

 

Langenei _Stadtarchiv Lennestadt-1
© Foto: Stadtarchiv Lennestadt

Ab Anfang der 1950-er Jahre ging es stetig abwärts. Der Siegeszug der Straßenfahrzeuge war nicht mehr aufzuhalten. Und da störte die Bimmelbahn in Langenei halt! Die ungünstige Trassierung zwischen Altenhundem und Fleckenberg in Seitenlage der Straße, welche die Erbauer aus Kostengründen gewählt haben, wurde nun zum Bumerang. Die Fahrplanperiode Sommer 1953 wies zum letzten Mal Personenzüge an Sonntagen aus. Anschließend wurde der Betrieb auf drei Zugpaare pro Werktag reduziert. Eine Rationalisierung mittels Schienenbussen, wie auf vielen anderen Eisenbahnstrecken in Deutschland praktiziert, unterblieb. Der restliche Verkehr wurde mit Autobussen abgewickelt. Ab dem Sommerfahrplan 1960 wurde das Personenzugangebot auf ein Zugpaar pro Tag reduziert, morgens in Richtung Altenhundem und nachmittags nach Wenholthausen.

 

 

 

 

50 3042, Langenei Bahnhof, 6x+
© Foto: Gerhard Moll

So blieb es bis zum Fahrplan der Periode Winter 1963/64. Am 15.06.1965 wurde der Bahnhof Langenei geschlossen. Letzter Bahnhofsvorsteher war Karl Schöttler, dessen Familie auch im Bahnhofsgebäude im ersten Stock  wohnte.Der Bahnanschluss zur Karlshütte wurde noch bis zum 25.09.1966 von Altenhundem aus bedient. Die Karlshütte überlebte diese Schließung nicht lange; der restliche Stahlbaubetrieb wurde 1968 nach Attendorn verlagert.