Der Bahnhof Wenholthausen

Bahnhistorie

Wenholthausen mit seinen Bahnanlagen auf einem Luftbild der 1950-er Jahre
Wenholthausen mit seinen Bahnanlagen auf einem Luftbild der 1950-er Jahre - © Kirchen/ Betzdorf: 25.06.2014
Postkarte Wenholthausen
© Foto: Sammlung Wolfgang Schulz

Der Bahnhof Wenholthausen direkt in Ortsnähe auf einem weitreichend eben geschaffenem Gelände gelegen, war spätestens bei Eröffnung der Strecke Fredeburg - Wenholthausen am 30. September 1911 als „Kleiner Eisenbahnknotenpunkt“ anzusehen. Vom Zusammentreffen der Gleisstrecken aus Richtung Finnentrop und Altenhundem in der Nähe der Fischbauchträgerbrücke lief der Zugverkehr in der Betriebszeit der Eisenbahn zweigleisig in den Bf. Wenholthausen ein. Von Wenholthausen bis Wennemen wurde die Strecke dann eingleisig weitergeführt.

 

 

Wenholthausen Luftbild alt
© Foto: Sammlung Haymo Wimmershof

Gleichzeitig war der Bahnhof Wenholthausen mit einem Wasserturm ausgestattet, an dem die Dampfloks früherer Zeiten Wasser nachtanken konnten. Dazu gab es in der Nähe des Bahnhofs Richtung Berge unterhalb des Bahndamms eine Pumpstation, mit deren Pumpen Wasser aus Brunnen in der Wenneaue zum Wasserturm gefördert wurde. Im oberen Stockwerk dieses Pumpenhauses war jahrzehntelang eine Bahnschreinerei eingerichtet. Das Pumpenhaus existiert noch heute und ist seit 2011 als Sommercafe am Radweg hergerichtet. Der Wasserturm wurde im Mai 1974 von einer Bundeswehr-Pioniereinheit aus Höxter gesprengt.

 

Bahnhof Wenholthausen
© Foto: Helmut Dahlhaus

Weiter gab es am Bahnhof Wenholthausen einen Lokschuppen mit zwei Einstellplätzen, in dem die Dampfloks bis Ende der 1950-er Jahre auch gewartet werden konnten. Als Erinnerung an die Bahnhistorie bleibt auf dem Gelände gegenüber dem alten Bahnhofsgebäude ein kleines Wartehaus für Bedienstete erhalten, im Volksmund „Wiegehäuschen“ genannt. Eine Gleiswaage hat es am Bahnhof jedoch nicht gegeben.