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Geologischer Aufschluss bei Herzhausen: Gebankte Grauwacke

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Der Aufschluss bei Herzhausen zeigt gebankte Grauwacken und Konglomerate des Unterkarbons.

In der Endphase der Variszischen Gebirgsbildung vor etwa 330 Millionen Jahren wurden große Mengen von Abtragungsschutt eines nahen, festländischen Liefergebietes, der „Mitteldeutschen Kristallinschwelle“ in ein vorgelagertes Meeresbecken transportiert. Die Sedimente wurden durch Flüsse ins Meer befördert und an der oberen, in das Becken abfallenden Schelfkante abgelagert. Möglicherweise durch Erdbeben ausgelöst, rutschten von Zeit zu Zeit gewaltige Sedimentmassen als Trübestrom den Kontinentalhang hinab. Dabei wurden die Bestandteile durcheinandergewirbelt. Kam die Masse am Fuß des Kontinentalhangs zum Stillstand, lagerten sich zuerst die schwereren Bestandteile (Konglomerate), dann die feineren Gesteinsbruchstücke (Grauwacken) und schließlich die ganz feinen Ton- und Schluffanteile (Tonschiefer) ab. Eine auf diese Weise abgelagerte Sedimentfolge wird als Turbidit bezeichnet.

Alter der Gesteine: Kulm, Unterkarbon (etwa 330 Millionen Jahre vor heute)

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