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Goddelsheim

SauerlandRadring / Goddelsheim

In der Gemarkung Goddelsheims vereinigen sich mit dem „Burgring“ genannten Ringwall, dem frühgeschichtlichen Reihengräberfriedhof und der Pfarrkirche als Mittelteil einer romanischen Basilika so viele frühgeschichtlich-frühmittelalterliche Überbleibsel wie in kaum einem anderen Ort der Region. Vor mehr als 200 Jahren, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, erlebte der Ort zudem die Blütezeit des Kupferbergbaus.

Seit Ende des 16. Jahrhunderts, zunächst sporadisch, dann aber zunehmend kontinuierlich, wurden in Goddelsheim Kupferschiefer abgebaut und verhüttet. Die Erze stammen aus den rund 260 Millionen Jahre alten Meeresablagerungen der Zechstein-Zeit, dem sogenannten „Kupfermergel“. Der Abbau stellte für die überwiegend bäuerliche Bevölkerung eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle dar. Die Siedlungsstruktur des Ortes veränderte sich durch Ansiedlung von Bergleuten enorm und die an Bach- und Flussläufen errichteten Schmelzhütten, Pochwerke, Schmieden und Hämmer bestimmten über lange Zeit das Landschaftsbild. Der gewaltige Holzbedarf führte zur Rodung der umliegenden Wälder. Der Bergbau in Goddelsheim dauerte bis ins Jahr 1790. Nachdem das Kupferbergwerk wegen Unrentabilität eingestellt wurde, betrieb man die Kupferhütte allerdings noch einige Jahre weiter. Im Jahr 1935 wurden im Rahmen der allgemeinen Suche nach heimischen Rohstoffen erneut Schürfungen nach Kupfer in Goddelsheim durchgeführt. Eine Wiederbelebung des Bergbaus scheiterte aber, da man die erhofften Erze nicht fand.

Tipp: Zwischen Goddelsheim und Immighausen befand sich das ehemalige Benediktinerinnen-Kloster Schaaken. Die Ruine der Klosterkirche kann noch heute besichtigt werden.

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