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Museum Wilhelm Morgner

SauerlandRadring / Museum Wilhelm Morgner




Museum Wilhelm Morgner Soest




Sitzender Jude von Wilhelm Morgner

Im Mai 2016 wurde das Museum Wilhelm Morgner nach umfassender baulicher und klimatechnisch-energetischer Sanierung wiedereröffnet. Neuer Partner ist die Stiftung Konzeptuelle Kunst, die mit eigener Ausstellungsfläche unter das Dach des Kunstmuseums gezogen ist. Neben vielfältiger Ausstellungstätigkeit liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Museumspädagogik als Kunstvermittlung für alle Besucher.

Das Museum Wilhelm Morgner wurde im Jahre 1962 nach den Plänen des Wiesbadener Architekten Rainer Schell errichtet und gehört als typisches Bauwerk der frühen 1960er Jahre zu den jüngsten Baudenkmälern der Stadt Soest. Wilhelm Morgner, 1891 in Soest geboren und bereits 1917 in der Schlacht bei Langemarck im Ersten Weltkrieg gefallen, hat trotz seiner jungen und nur kurzen Schaffenszeit eine große Anzahl an Werken hinterlassen. 60 Gemälde und über 400 Zeichnungen und grafische Arbeiten bilden den Mittelpunkt des nach ihm benannten Museums. In einer ständigen Ausstellung werden im Wechsel diese Bildwerke im großen Saal gezeigt.

In Morgners Werk, das in den wenigen Jahren zwischen 1908 und 1917 entstand, spiegelt sich gleichsam wie in einem Brennglas die künstlerische Entwicklung am Ende des Kaiserreiches von der naturalistischen Malerei bis hin zur völlig abstrakten Komposition wieder. Durch seinen Lehrer Georg Tappert fand er Anschluss an die Künstler der „Neuen Sezession“ in Berlin und konnte in Herwarth Waldens Zeitschrift „Der Sturm“ seine Bilder veröffentlichen. Auch im Almanach „Der Blaue Reiter“ waren Morgners Bilder zu sehen. Durch den Militärdienst, der fast nahtlos in die Teilnahme am Ersten Weltkrieg überging, fehlen ab 1914 Ölbilder von ihm. In Briefen, Zeichnungen und Aquarellen ist noch sein überragendes Talent erkennbar.

Neben den Bildern Morgners werden im Museum auch Werke anderer Soester Künstler aus der städtischen Sammlung präsentiert. Der Kunstbesitz der Stadt Soest erstreckt sich auf mehr als 3.500 Kunstwerke verschiedener Künstler, die in Beziehung zu Soest standen oder hier ausgestellt haben. Hierzu zählen neben vielen anderen Heinrich Aldegrever, Christian Rohlfs, Emil Nolde, Otto Modersohn, Franz Nölken, Johannes Molzahn, Arnold Topp, Eberhard Viegener, Wilhelm Wulff, Max Schulze-Sölde, Paul Werth, Josef Albers, Hans Kaiser und Emil Schumacher. So war Soest zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein beliebtes Ziel für viele Maler, die das Stadtbild in zahlreichen Bildern dokumentierten.

Adresse

Thomästraße 1

59494 Soest

Telefon: 02921-13524

Homepage

Öffnungszeiten:

Wochentag Von Bis
Dienstag 14:00 17:00
Mittwoch 14:00 17:00
Donnerstag 14:00 17:00
Freitag 14:00 17:00
Samstag 11:00 17:00
Sonntag 11:00 17:00

Eintritt pro Person 2,00 €, Gruppen bis 15 Personen 20,00 €