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Urwald Wooghölle

SauerlandRadring / Urwald Wooghölle

Rund um den Edersee bieten sich herrliche Ausblicke auf die einmalige Natur des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Nirgendwo trifft die Bezeichnung „Urwald“ mehr zu, als an der „Wooghölle“.

Als Wooghölle wird der Nordabhang des 449,6 m hohen Arensberges bezeichnet, der steil zum Edersee abfällt. Auf dem anschließenden nördlichen Hochplateau sind einige mehr als 200 Jahre alte Buchenwälder erhalten geblieben, die zu den höchsten des Nationalparks Kellerwald-Edersee gehören. Die bis ins frühe 18. Jahrhundert zurückreichende forstliche Chronik verzeichnet seit ihrem Bestehen keine Nutzung für den Steilhangbereich des Arensberges. Selbst in Phasen der größten Entwaldung in der frühen Neuzeit war er wohl durchgängig mit Wald bedeckt. Auf 10 ha Fläche findet sich also ein richtiger Urwald. Aufgrund der Nordexposition bekommt dieser Hang sehr wenig Sonne ab. Deshalb hat sich dort ein Schluchtwald entwickelt, der vor allem aus Buche (Fagus sylvatica) und Edellaubbäumen wie Bergahorn(Acer pseudoplatanus), Sommerlinde (Tilia platyphyllos), Bergulme (Ulmus glabra), Spitzahorn(Acer platanoides), Gemeiner Esche(Fraxinus excelsior)und Hainbuche (Carpinus betulus) besteht. Sehr naturnahe, teils urwüchsige Waldkomplexe befinden sich auch am Ost- und Westabhang des Berges. Es handelt sich um Schluchtwald und Buchen-Trockenwald. Der ursprüngliche Ausdruck dieses Waldes ist einzigartig und zieht den Besucher auf seinem Weg am Ufer des Edersees in seinen Bann.

Tipp: Der Arensberg selbst wird in seiner Funktion als künftige Kern- und Ruhezone des Nationalparks nicht komplett für Wanderer zugänglich gemacht. Allerdings führt der Urwaldsteig Edersee ein Stück weit durch die Wooghölle. Vom "Fahrentriesch" bei Altenlotheim, einer alten Rodungsinsel im Westen des Nationalparks, ist ein randliches Erleben des Arensberges möglich.

Frei zugänglich / immer geöffnet